{"id":529,"date":"2019-02-15T18:49:52","date_gmt":"2019-02-15T17:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/sens.diktum.website\/2019-2-15-unser-neues-mitglied-genossenschaft-kalkbreite-im-interview\/"},"modified":"2020-06-24T14:39:03","modified_gmt":"2020-06-24T12:39:03","slug":"2019-2-15-unser-neues-mitglied-genossenschaft-kalkbreite-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sens.diktum.website\/fr\/2019-2-15-unser-neues-mitglied-genossenschaft-kalkbreite-im-interview\/","title":{"rendered":"Unser neues Mitglied Genossenschaft Kalkbreite im Interview"},"content":{"rendered":"<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Genossenschaft Kalkbreite wurde von engagierten Quartierbewohner*innen und potenziellen Mieter*innen im Juni 2007 gegr\u00fcndet. Die Genossenschaft ist gemeinn\u00fctzig und nicht gewinnstrebig. Sie bezweckt das Erwerben, Bebauen und Betreiben von Grundst\u00fccken im Grossraum Z\u00fcrich, um darauf preiswerten Wohn- und Gewerberaum zu realisieren. Die Partizipation von Mieter*innen und Genossenschafter*innen hat einen hohen Stellenwert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Genossenschaft Kalkbreite strebt eine soziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Nachhaltigkeit an. So wird auf einen breiten Nutzungsmix, eine gute soziale Durchmischung und eine nachhaltige Entwicklung gem\u00e4ss den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft geachtet.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Genossenschaft Kalkbreite ist insbesondere in den urbanen Z\u00fcrcher Stadtkreisen 3, 4 und 5 breit abgest\u00fctzt und z\u00e4hlt derzeit \u00fcber 1\u2019900 Mitglieder (Dezember 2018). 2014 wurde die erste Siedlung, der Wohn- und Gewerbebau Kalkbreite im Quartier Z\u00fcrich Wiedikon in Betrieb genommen. Derzeit im Bau befindet sich die zweite Liegenschaft, das Zollhaus, das hinter dem Z\u00fcrcher Hauptbahnhof zu liegen kommt und im Jahr 2020 bezugsbereit werden soll.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">CooperativeSuisse heisst die Genossenschaft Kalkbreite als neues Mitglied herzlich willkommen und freut sich \u00fcber den Austausch im Netzwerk.&nbsp;<strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\"><strong>Interview mit Claire Comte und Val\u00e9rie Clapasson, Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerinnen bei der Genossenschaft Kalkbreite<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\"><span style=\"text-decoration:underline\"><em>Welche gesellschaftliche Wirkung will die Genossenschaft Kalkbreite erzielen und wo sehen Sie das Unternehmen diesbez\u00fcglich in 5 Jahren?&nbsp;<\/em><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Die Genossenschaft Kalkbreite steht f\u00fcr neue Visionen des Zusammenlebens. In urbanen Gebieten, wo Raum knapp ist und die Mietpreise explodieren, darf der Wohnungsmarkt nicht gewinnstrebigen Immobilienfirmen \u00fcberlassen werden. Wir wollen lebendige Orte schaffen mit einem vielf\u00e4ltigen Raumangebot zu fairen Preisen. Unsere Projekte sollen gut durchmischt sein, den Bed\u00fcrfnissen der Bewohner*innen entsprechen und ins Quartier passen, weshalb wir dem partizipativen Planungsprozess viel Aufmerksamkeit schenken und, wo n\u00f6tig, aktiv daran arbeiten, auf dem Wohnungsmarkt benachteiligte Bev\u00f6lkerungsgruppen zu integrieren. Aufgrund unserer stetig zunehmenden Anzahl Mitglieder f\u00fchlen wir uns in unserem Vorhaben best\u00e4tigt und werden versuchen, weitere Projekte zu realisieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\"><span style=\"text-decoration:underline\"><em>Welche Potenziale sehen Sie im wirkungsorientierten \/ sozialen Unternehmertum?<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Das soziale Unternehmertum birgt das Potential, einigen gesellschaftlichen Entwicklungen positiv zu begegnen. Trotzdem sollte man unserer Meinung nach die L\u00f6sung gesellschaftlicher Probleme nicht alleine an Unternehmen abschieben, denn dann sind wir nur noch einen Sprung entfernt von der Privatisierung des Sozialen, was wir als sehr problematisch erachten. Dar\u00fcber hinaus sehen wir uns heute mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert, die sich in kein noch so innovatives Businessmodell umm\u00fcnzen lassen und deshalb von anderen institutionellen Akteuren adressiert werden m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\"><span style=\"text-decoration:underline\"><em>Worin bestehen f\u00fcr ein gesellschaftlich und wirkungsorientiertes Unternehmen wie die Genossenschaft Kalkbreite die Herausforderungen?<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"white-space:pre-wrap;\">Eine Herausforderung liegt bestimmt in der Frage des Wachstums. Wie bereits erw\u00e4hnt, steigt die Anzahl unserer Mitglieder stetig. Das ist eine grosse Freude und eine Best\u00e4tigung, weil wir mit unseren Projekten die Bed\u00fcrfnisse vieler Leute abholen und den Nerv der Zeit treffen. Passendes Bauland oder bestehende Immobilien zu finden, die zum Kauf ausgeschrieben sind, wird aber immer schwieriger. Boden ist leider kein nachwachsendes oder vermehrbares Gut. Wo Boden oder Immobilien an den Meistbietenden verkauft werden, haben Genossenschaften zunehmend Schwierigkeiten, mitzuhalten. Dar\u00fcber hinaus haben wir unseren Genossenschafter*innen gegen\u00fcber auch eine Verpflichtung, der nachzukommen nicht immer einfach ist. So k\u00f6nnen wir zum Beispiel nicht allen interessierten Genossenschafter*innen eine Wohnung anbieten, weil wir nur wenig freie Wohnungen haben und es selten zu einem Wohnungswechsel kommt. Wir streben ein nachhaltiges Wachstum an, im Wissen darum, dass partizipative Strukturen viel soziales Engagement und eine gute Portion Toleranz aller Beteiligten bedingen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Genossenschaft Kalkbreite wurde von engagierten Quartierbewohner*innen und potenziellen Mieter*innen im Juni 2007 gegr\u00fcndet. Die Genossenschaft ist gemeinn\u00fctzig und nicht gewinnstrebig. 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