{"id":3619,"date":"2021-07-10T15:57:00","date_gmt":"2021-07-10T13:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sens.diktum.website\/?p=3619"},"modified":"2021-10-21T16:08:15","modified_gmt":"2021-10-21T14:08:15","slug":"coopday21-genossenschaft-fuer-wirkungsorientierte-innovative-geschaeftsmodelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sens.diktum.website\/fr\/coopday21-genossenschaft-fuer-wirkungsorientierte-innovative-geschaeftsmodelle\/","title":{"rendered":"Genossenschaft f\u00fcr innovative Gesch\u00e4ftsmodelle"},"content":{"rendered":"\n<p>Genossenschaften haben in der Schweiz eine lange Tradition. Obwohl das Prinzip des kooperativen Wirtschaftens als Grundlage von Genossenschaften schon lange existiert, hat die Idee nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Denn: mitgliedschaftsbasierte Unternehmen leisten einen starken und sichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wohlergehen der Schweiz. SENS sieht die Genossenschaft als wichtiges Rechtsgef\u00e4ss f\u00fcr wirkungsorientiertes Wirtschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Genossenschaftstag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">internationalen Genossenschaftstag<\/a> am 3. Juli 2021 nahmen wir daher als Gelegenheit, diese Unternehmensform ins Rampenlicht zu r\u00fccken. In der <a href=\"https:\/\/www.diecuisine.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Innovationsgenossenschaft die Cuisine<\/a> haben wir uns mit unterschiedlichsten Genossenschaften dar\u00fcber unterhalten, weshalb es sich lohnen kann, innovative und insbesondere wirkungsorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle im Rechtsgef\u00e4ss der Genossenschaft umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche konkreten Beispiele es gibt, und warum auch Startups sich als Genossenschaften organisieren k\u00f6nnen, erkl\u00e4rten uns zu Beginn die <a href=\"https:\/\/sens.diktum.website\/swiss-coopstarter-geht-in-die-zweite-runde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">sechs Startups<\/a>, die am diesj\u00e4hrigen <a href=\"https:\/\/schub.swiss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Swiss CoopStarters, dem Mentoring f\u00fcr Schweizer Startup-Genossenschaften<\/a>, teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschliessenden Podiumsdiskussion unter Moderation der Genossenschaftsexpertin <a href=\"https:\/\/ch.linkedin.com\/in\/reginanatsch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Regina Natsch<\/a>, diskutierten wir mit bereits etablierten Genossenschaften aus verschiedensten Branchen Themen rund um Gr\u00fcndung und Management dieser Unternehmensform. Mit dabei waren Lars Kl\u00e4ger (<a href=\"https:\/\/www.mobility.ch\/de\/mobility-genossenschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mobility Genossenschaft<\/a>), Annina Just (<a href=\"https:\/\/frischlinge.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Genossenschaft die frischlinge<\/a>), Amadeus Wittwer (<a href=\"https:\/\/www.energiegenossenschaft.ch\/wp2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Energie Genossenschaft Schweiz<\/a>) sowie Lukas B\u00fchler (<a href=\"https:\/\/www.diecuisine.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dieCuisine<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Warum als Unternehmen \u00fcberhaupt diese Rechtsform w\u00e4hlen? Bereits bei der Einstiegfrage gingen die Antworten der Podiumsg\u00e4ste auseinander, wobei aber drei Hauptargumente immer wieder auftauchten: Mitbestimmungsrecht, Engagement der Community sowie die Finanzierung.<\/p>\n\n\n\n<p>So hat etwa die Genossenschaft die frischlinge die Anfangsfinanzierung \u00fcber ein zweistufiges Modell mit dem Verkauf von Genossenschaftsanteilsscheinen und einem Crowdfunding kombiniert. Auch f\u00fcr dieCuisine war laut Mitgr\u00fcnder Lukas B\u00fchler die Eigenkapitalbeschaffung durch Genossenschafter:innen ein ausschlaggebendes Argument f\u00fcr die Gr\u00fcndung mit dieser Rechtsform.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Engagement der Genossenschaftsmitglieder war f\u00fcr das Entstehen der Mobility Genossenschaft, die heute 70&rsquo;000 Kund:innen hat, zentral. Dieser Organisationsaufbau auch durch dieses freiwillige Engagement w\u00e4re mit einem klassischen Finanzierungsmodell nicht m\u00f6glich gewesen, erkl\u00e4rte Lars Kl\u00e4ger, GL-Mitglied der Mobility.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Vorteil der Genossenschaft f\u00fchrte Amadeus Wittwer an. Bei der Gr\u00fcndung der Energie Genossenschaft Schweiz vor fast zehn Jahren stand der Grundsatz fest, dass einem Verkauf des Unternehmens alle Mitglieder einverstanden sein m\u00fcssen. Dies habe sich jetzt ausbezahlt gemacht, weil heutzutage in der Energiebranche gr\u00f6ssere Player kleinere Betriebe h\u00e4ufig aufkauften. Diese Gefahr besteht bei der Energie Genossenschaft Schweiz weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Genossenschaft zu gr\u00fcnden und zu f\u00fchren, das ist aber auch mit einigen speziellen Herausforderungen verbunden. Neben rechtlichen Herausforderungen beim Verfassen der Statuten kann die Finanzierung neben den oben genannten Vorteilen auch ein Hindernis sein, da konventionelle Geldgeber wie Banken oder Stiftungen kritischer auf Genossenschaften blicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schaffen wir es, dass sich mehr Genossenschaften gr\u00fcnden? Mit dieser Frage in die Runde verkn\u00fcpfte Moderatorin Regina Natsch die Frage, ob denn Genossenschaften insbesondere bei j\u00fcngeren Menschen ein eher verstaubtes Image h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vier Diskussionsteilnehmenden waren sich einig: das trifft nicht zu, denn der Aspekt des Teilens sowie der kooperative Ansatz seien sehr aktuelle und zeitgem\u00e4sse Gedanken. Lars Kl\u00e4ger erg\u00e4nzte, dass auch mit j\u00fcngeren Kund:innen vermehrt mit digitaler Partizipation Austausch stattfindet. Bei der Energie Genossenschaft Schweiz ist auch die evolution\u00e4re Organisationsform ein zentrales Element der Unternehmenskultur, d.h. der Einbezug von Mitarbeiter:innen in Entscheidungen. Einzig der Name sei vielleicht etwas schwerf\u00e4llig, merkt Annina Just an. Die englische &amp; franz\u00f6sische Bezeichnung <em>cooperative <\/em>w\u00e4re bereits etwas lockerer.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Schlussrunde richteten die Vertreter:innen der etablierten Genossenschaften dann noch einige Tipps an die Startup-Genossenschaften. Dabei bezogen sich diese Tipps vor allem auf das konsequente Ausnutzen der Vorteile der Genossenschaftsform wie dem Einbezug und der Vernetzung der Community z.B. mit dem Abholen von Ideen und Feedback. Zudem ist es ratsam, sich den Zweck der Genossenschaft immer in Erinnerung zu rufen und daran zu denken, dass die Genossenschaft ein langfristig ein stabiles Konstrukt ist, das letztendlich das Gemeinwohl st\u00e4rkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genossenschaften haben in der Schweiz eine lange Tradition. Obwohl das Prinzip des kooperativen Wirtschaftens als Grundlage von Genossenschaften schon lange existiert, hat die Idee nichts an Aktualit\u00e4t verloren. 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